Nach meiner kleinen Radtour zum Vransko Jezero verbrachten wir den Rest des Freitags ganz entspannt am Meer.

Manchmal braucht es gar nicht mehr. Ein gemütlicher Platz direkt am Wasser, ein gutes Buch, ein paar Gespräche und zwischendurch immer wieder ein Sprung ins Meer. Genau dafür sind solche Wochenenden da.

Am Abend gingen wir in das Restaurant direkt neben dem Campingplatz. Die Fischplatte war wieder hervorragend und während wir auf das Meer blickten, wurde uns bewusst, wie schnell solche Tage vergehen.


Der Samstag verlief genauso, wie wir es uns gewünscht hatten.
Kein Programm. Kein Stress. Einfach ausschlafen, gemütlich frühstücken und anschließend den Tag am Strand verbringen.

Das Meer zeigte sich von seiner schönsten Seite und so verbrachten wir viele Stunden direkt am Wasser. Zwischendurch ein Kaffee, ein Eis und immer wieder das beruhigende Rauschen der Wellen.
Am Abend machten wir uns gemeinsam mit Mutti wieder auf den Weg nach Biograd. Mit dem Rollstuhl ging es gemütlich entlang der Promenade in die Altstadt.

Eigentlich hatten wir für diesen Abend zuerst ein anderes Ziel im Kopf. Ein guter Kunde hatte mir die Konoba Vapour in Biograd empfohlen. Als wir durch die Altstadt spazierten, wollten wir deshalb dort einkehren.
Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass das Restaurant inzwischen dauerhaft geschlossen hat. Schade, aber so ist das eben manchmal. Nicht jede Empfehlung wartet darauf, entdeckt zu werden.
Zum Glück hatten wir noch einen Plan B.
So landeten wir im Konoba Kaciol, für viele das beste kroatische Restaurant in Biograd, und bekamen einen tollen Tisch.

Und die Reservierung hat sich gelohnt.

Schon der Weg durch die kleinen Gassen von Biograd machte Lust auf einen gemütlichen Abend. Im Innenhof des Restaurants saßen wir zwischen alten Steinmauern, Blumen und warmem Abendlicht – genau so, wie man sich einen Sommerabend in Kroatien vorstellt.
Zur Vorspeise gönnten wir uns frische Miesmuscheln. Mit viel Knoblauch, Petersilie und dem Duft des Meeres schmeckten sie nach Urlaub pur.

Danach folgte natürlich Fisch. Diesmal stand eine Dorade auf dem Teller – frisch gegrillt, perfekt zubereitet und begleitet von köstlichen Beilagen. Während wir gemütlich zusammensaßen, wurde gelacht, erzählt und einfach der Moment genossen.

Auf dem Weg zum Restaurant kamen wir noch an einem Eisstand vorbei. Natürlich konnten wir nicht widerstehen.

Und als ich wenig später eine große Schaukel entdeckte, war es um mich geschehen. Manchmal ist man eben nie zu alt, um für einen Moment wieder Kind zu sein.

Mutti hatte an diesem Abend ebenfalls ihren Spaß. Unterwegs fand sie einen neuen flauschigen Freund, der sie sofort zum Lächeln brachte und den sie am liebsten gleich mitgenommen hätte.

Als die Sonne langsam unterging und die Temperaturen angenehmer wurden, machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Campingplatz.

Das Meer rauschte leise in der Dunkelheit, die Promenade war noch voller Menschen und wir waren uns einig:

Es war einer dieser Urlaubstage, an denen gar nichts Spektakuläres passiert – und die gerade deshalb besonders schön sind.

Sonntag – Noch ein letzter Blick aufs Meer
Der Sonntag begann, wie Urlaubstage beginnen sollten: mit einem Bad im Meer.

Noch bevor der Campingplatz langsam erwachte, standen wir bereits am Strand und genossen das warme Wasser und die Ruhe des frühen Morgens. Es sind genau diese Momente, die man am liebsten festhalten würde.
Nach einem gemütlichen Frühstück räumten wir bis 10 Uhr unser Mobilheim und verstauten anschließend alles in Toni.

So war für die Heimreise bereits alles vorbereitet und wir konnten den letzten Urlaubstag noch ganz entspannt genießen.

Unsere Handtücher lagen noch einmal am Strand, das Meer zeigte sich von seiner schönsten Seite und wir ließen die vergangenen Tage Revue passieren.
Kein Programm, keine Termine, kein Stress – einfach noch einmal Sonne, Meer und dieses besondere Gefühl, das man nur hat, wenn man weiß, dass ein schöner Kurzurlaub langsam zu Ende geht.
Am späten Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Heimweg nach Gleisdorf. Mit vielen schönen Erinnerungen, einem Handy voller Fotos und Videos und dem festen Vorsatz, nicht allzu lange auf das nächste Abenteuer zu warten.
Denn manchmal braucht es gar keine Fernreise ans andere Ende der Welt. Manchmal reichen ein paar Tage am Meer, gute Gespräche, gemeinsames Lachen und Menschen, die man liebt.
Und genau deshalb werden wir uns an diese Tage in Biograd noch lange erinnern.

