Ein Skitag mit Umwegen


## Samstag  
Der Morgen beginnt kalt.  

Im Wohnmobil zeigt das Thermometer sieben Grad, die Dieselheizung bleibt aus, der Batteriestand ist zu niedrig. Viel Zeit bleibt nicht – es ist zu kalt! Anziehen, zusammenpacken, losfahren.

Oben am Berg ist alles anders. Die Sonne scheint, der Himmel ist klar, der Schnee hell. Wir frühstücken draußen, mit Blick auf die verschneiten Hänge. Der Kaffee wärmt die Hände, die kalte Luft bleibt im Gesicht. Es ist ruhig.

Kurz darauf stehen wir auf den Skiern. Wir fahren von Flachauwinkel Richtung Zauchensee, lassen die Landschaft an uns vorbeiziehen, finden schnell unseren Rhythmus. Der Schnee ist gut, die Sicht weit, das Skifahren fühlt sich leicht und locker an.

Irgendwann geht es nicht mehr weiter. Die Gondel steht, der Sessellift ebenfalls. Ein technischer Defekt. Wir warten, hören Gespräche, schauen auf die Anzeigetafeln. Eigentlich wollten wir über die Skischaukel nach Wagrain bis nach Alpendorf, doch daraus wird heute nichts.

Also ändern wir den Plan. Die Skier kommen wieder runter, der Postbus bringt uns nach Altenmarkt und von dort weiter in die Flachau. Der Bus ist voll, Skier stehen zwischen den Sitzen, Gespräche vermischen sich. Es dauert, aber es funktioniert.

Zurück auf der Piste fahren wir weiter. Wieder Sonne, wieder Weite. Wir halten kurz bei einem Herz im Schnee, dann folgen noch ein paar Abfahrten. Der Blick ins Tal begleitet uns.

Am Abend nehmen wir einen Stellplatz in Flachau. Vierzig Euro für einen Parkplatz mit Strom – wir schlucken kurz, entscheiden uns aber dafür. Die Wärme im Wohnmobil ist es wert.

Doch der Tag ist noch nicht zu Ende. Wir fahren noch einmal mit dem Postbus weiter, diesmal in die Therme Amadé. Warmes Wasser, verschiedene Becken, später die Sauna. Salz- und Honigaufgüsse, Hitze, Ruhe. Der Tag wird langsam.

Als wir zurückkommen, ist es draußen kalt.  

Im Wohnmobil ist es warm.

## Sonntag

Der Sonntag beginnt leichter.  

Keine Umwege, kein Improvisieren, kein Warten. Wir wissen, wohin wir wollen, und fahren wieder in die Skischaukel Flachau – dorthin, wo wir gestern nicht mehr rechtzeitig angekommen sind.

Oben am Berg liegt schon früh Sonne.  

Der Himmel ist klar, der Schnee griffig. Es sind viele Menschen unterwegs, mehr als am Vortag, aber an den Liften geht es zügig voran. Man wartet kaum, alles fließt.

Wir fahren, halten kurz an, fahren weiter.  

Die Abfahrten reihen sich aneinander, ohne Eile. Zwischendurch setzen wir uns auf eine Hütte. Tische in der Sonne, Stimmen ringsum, Gläser auf dem Holz. Vor uns die Piste, hinter uns der Berg.

Am Nachmittag wird das Licht weicher.  

Die Schatten werden länger, der Schnee verändert sich, bleibt aber gut. Die letzte Abfahrt kommt schneller als gedacht.

Unten angekommen, fahren wir zurück zum Wohnmobil.  

Zurück zu Toni, unserem Zuhause auf Rädern, und langsam Richtung Heimweg.

Drei Skigebiete an einem Wochenende.  

Bad Kleinkirchheim. Nassfeld. Flachau-Wagrain.

Ein schönes Skiwochenende geht zu Ende.

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