Kirchberg an der Raab – 39. Faschingssitzung und ganz viel „Geililo“
Kirchberg an der Raab, steirisches Vulkanland.
39. KFG.
Und der Faschingsruf: Gei li lo.
Schon die Anreise hatte es in sich.
Sagen wir so: 70 fühlen sich manchmal an wie 50.
Das Radar war anderer Meinung.
Aber gut – Fasching relativiert vieles.

Rote Mäntel im Foyer
Im Foyer sammelten sich rote Mäntel und rote Kappen – Gleisdorf war mit 16 Personen stark vertreten.

An unserem Tisch hielt Tino stolz das „Durst“-Schild in die Höhe – effizient organisiert, wie immer.

Einzug, Gardetanz und ein voller Saal
Die Gardedamen zogen ein, begleitet vom kleinen und großen Prinzenpaar.
Der Saal war voll besetzt – ein beeindruckendes Bild.

Der Gardetanz eröffnete den Abend schwungvoll.
Newsflash, Countryman und Western Ladies
Der „Newsflash“ brachte das politische Geschehen humorvoll auf den Punkt.

Die „Countryman“ – elf Herren in Formation.
Minimalbewegung, maximale Synchronität.

Die „Western Ladies“ legten temperamentvoll nach.
Politik, Neon und Büttenrede
„Arierrausch und Amtshandlung“ nahm Politik satirisch auseinander.
Die Büttenrede von Josef Krusch war pointiert und sehr gelungen.

Der Straußentanz mit Neon-Lichteffekten war mein persönliches Highlight – modern und kreativ umgesetzt.
Die tanzenden Zylinder bewiesen:
Manchmal spricht der Bauch wirklich Bände.
Ordensmoment
Und dann ein besonderer Moment:
Ordensverleihung. Gemeinsam mit Roswitha Maurer durfte ich auf die Bühne.

Ein Stück Faschingsgeschichte zum Mitnehmen.

Grande Finale – ein würdiger Abschluss
Zum Schluss standen alle Mitwirkenden auf der Bühne.
30 Acts.
Ein langer Sonntagabend.
Viel Engagement und Herzblut.

Kirchberg war für uns die letzte Faschingssitzung dieser Saison.
Zwischen Radarblitz.
Orden.
Und 16 roten Mänteln.
Ein Finale mit „Geililo”.
Vom Schneesturm zum Mittelmeer – oder warum wir manchmal einfach abbiegen
Abfahrt um 18 Uhr – und einmal quer durch die Nacht
Mittwoch.
18 Uhr Abfahrt. Direkt nach meinem Dienst.
Skireise geplant. Ziel: Sestriere.
Wir fahren im Zwei-Stunden-Wechsel.
Zwei Stunden ich. Zwei Stunden Charlie.
Er schläft. Ich kämpfe mit Schneefall.
Elf Stunden später:
Eine Stunde vor Sestriere.
Und ich sehe… nichts mehr.
Schneewand. Dunkelheit.
Also fahre ich auf eine Autobahnstation.
Sicher ist sicher.
Und dort schlafen wir – überraschend gut.
Morgenstimmung – und eine Entscheidung

Am Morgen: Nebel in den Bergen.
Keine Sonne. Keine guten Prognosen.

Frühstück. Blick in die Wetter-App.
Und dann dieser Satz:
„Fahren wir ans Meer?“
Warum nicht.
Abwärts durch Italien
Also runter Richtung Sanremo.
Berge links, Täler rechts, Autobahn dazwischen.
Burgen, die uns begleiten, als würden sie sagen:
„Ihr seid nicht die Ersten mit verrückten Ideen.“


Und dann entdecken wir es:
Unsere Abwassertank-Matte hängt herunter.
Perfekt.
Werkstatt.
Ein netter Italiener legt sich unter Toni.
Matte sitzt wieder.


Weiter geht’s.
Erstes Meer. Immer wieder besonders.
Ein italienisches Bergdorf schmiegt sich an den Hang.

Und dann sehen wir es endlich.
Das Meer.
Die Blumenriviera. San Remo.

Meer ist für uns immer mehr.
Weite. Ruhe. Freiheit.
Am Kreisverkehr leuchtet ein Stern –
als wären wir schon wieder in der Weihnachtszeit.

Wohnmobilparkplatz mit Möwen-Show
Wir finden einen guten Parkplatz nahe San Remo.

Möwen tanzen in der Brandung.
Wind. Wellen. Salz in der Luft.
Selfie, bevor wir losziehen.

Ich bleibe noch kurz auf den Felsen stehen.
Brücken im Hintergrund. Meer vor mir.
Manchmal muss man einfach schauen.

San Remo – italienisches Lebensgefühl
Mit dem öffentlichen Bus fahren wir in die Stadt.

Kleine Gassen.
Espressotassen.
Menschen, die draußen sitzen, obwohl Winter ist.


Und dann:
Cannolis.


Ich bleibe standhaft.
Fastenzeit.
Man kann nicht alles haben.
Kathedrale, Architektur und Krimskrams
Die Kathedrale von San Remo.


Architektur, die atmet.
Und dann dieser Laden –
von Töpfen bis Bügelbrett.

Solche Geschäfte sterben aus.
Aber hier leben sie noch.
Casino San Remo – ein Hauch von rotem Teppich
Natürlich mussten wir auch ins Casino.

Rote Teppichstufen.
Großes Foyer.
Palmen.


Ein bisschen Glamour schadet nie.
Rückkehr zum Toni
Abendstimmung an der Promenade

Zurück mit dem Bus.
Reihe an Reihe Wohnmobile.

Und gegenüber ein Camper mit gefühlt 37 Solarpaneelen am Dach und seitlich.

Respekt
Manchmal braucht es keinen perfekten Plan.
Nur die Bereitschaft, anders abzubiegen.
Und genau das haben wir getan.
Von roten Mänteln direkt ans Mittelmeer.
Von Schneefall zu Salzluft.
Und das Beste daran?
Wir sind noch lange nicht angekommen.
Cannes bei Nacht – Parkplatzsuche deluxe
Nach endloser Parkplatzsuche – inklusive Abendessen im Van auf dem Vorhof eines Campingplatzes – ging es weiter.
Und diese Parkplatzsuche wurde zu einer unfreiwilligen aber tollen Stadtrundfahrt.




Cannes bei Nacht.
Beleuchtete Fassaden.
Casino.
Festspielhaus.
Große Straßen. Große Namen.
Irgendwann – tatsächlich – fanden wir einen perfekten Parkplatz.
Direkt in Cannes. Direkt am Meer.
Aufwachen mit Palmenblick in Cannes
Am nächsten Morgen: Sonne.
Vor uns Palmen.
Dahinter das Meer.
Und wir mittendrin.


Manchmal wacht man auf –
und weiß sofort:
Genau hier wollten wir eigentlich hin.
Und genau deshalb ist es einfach perfekt.
La Croisette – Filmstadt-Feeling
Wir marschierten die berühmte Boulevard de la Croisette entlang.
Strand.
Palmen.
Sonne.
Yachten.



Eine reine Filmstadt
Vor dem Palais des Festivals et des Congrès – dem berühmten Festspielhaus – liegt dieser rote Teppich, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

Und dann passiert etwas herrlich Absurdes:
Ein Fotograf mit Filmkamera spricht uns an.
Macht Fotos von uns.
Und wir machen ein Foto von ihm.

Kurz fühlten wir uns sehr wichtig 😉


Alter Hafen und Luxusyachten
Weiter ging es zum Vieux Port – dem alten Hafen von Cannes.
Luxusyachten.
Möwen.
Glitzerndes Wasser.




Ich liebe Möwen

Hier merkt man:
Cannes ist nicht nur Film.
Cannes ist auch Geld.
Sehr viel Geld.


Marché Forville – Markt mit Seele
Dann tauchten wir ein in die Altstadt – Le Suquet.
Und dort zum berühmten Marché Forville.
Blumen.
Oliven.
Käse.
Pasteten.
Pilze.
Gemüse.
Erdbeeren.




Eine Dame schälte Kartoffeln in Rekordgeschwindigkeit.
Neun Sekunden. Fertig.
So simpel. So beeindruckend.
Kerze in der Altstadt
n einer kleinen Kirche – Église Notre-Dame d’Espérance – lief gerade eine Messe.
Wir zündeten eine Kerze an.
Und was mich berührte:
Es gibt sie hier noch.
Echte Kerzen. Keine Automaten.



Manchmal braucht es nur diesen einen stillen Moment.
Hoch über Cannes
Dann die Stufen hinauf zur Kirche oberhalb der Stadt. Wer benötigt hier ein Fitnesscenter.

Und dieser Ausblick.
Ganz Cannes unter uns.
Meer.
Palmen.
Yachten.
Sonne.

Église Notre-Dame d’Espérance – Innen beeindruckte mich der alte Seitenaltar aus Holz.



Und der kleine Kirchengarten mit seiner perfekt geschnittenen Hecke.

Zwischen Antiquitäten und 400.000-Euro-Wohnungen für 20 m2


Ein Immobilienaushang:
20 Quadratmeter. 400.000 Euro.
Schnäppchen.

Und natürlich ein Foto vor „Charlie’s Bar“.

Manchmal schreibt das Leben die besten Insider.

Das ist pure Lebenslust.


Croissant am Hafen
Am Hafen gönnten wir uns einen Espresso und ein Croissant in der Sonne.

Daneben ein kleiner Fischmarkt.


Das ist Südfrankreich, wie man es sich vorstellt.
Walk of Fame à la Cannes
Vor dem Festspielhaus entdeckten wir die Handabdrücke der Filmgrößen.
Wie in Hollywood. Nur französischer.
Ein Name blieb hängen:

Jean-Paul Belmondo.

Zurück zum Toni – und weiter
Zwischen Palme d’Or und roten Teppichen fühlten wir uns für einen kurzen Moment fast wie Festivalgäste – nur eben im Wohnmobil-Outfit.
Am Ende wieder die Promenade.
Palmen.
Meer.
Sonne.

Und dann steigen wir wieder in Toni.
Côte d’Azur im Rückspiegel.
Skigebiet vor uns.
Von roten Teppichen zurück zu Skischuhen.
Aber das gehört schon zum nächsten Kapitel.

✨ Mit mehr Leichtigkeit
Cannes hat uns heute bestätigt: Der schönste Weg ist nicht immer der geplante – und manchmal führen uns genau die verrückten Ideen dorthin, wo wir eigentlich hingehören.


2 Kommentare zu “Zwischen Faschingsfinale, Skiplänen und Côte d’Azur”
Tolle Eindrücke und spontane Begegnungen, einfach wunderbar 🤩🫶👏
Ja das war wirklich spontan 😘🙏👍🏼 und hat sich wieder einmal gelohnt!!!