Ein Geburtstag, ein See – und eine Überraschung beim Dessert


Manche Geburtstage beginnen ganz unspektakulär.

Und genau solche Tage werden am Ende oft die schönsten.

Gestern wurde mein Schatz Charly 61 Jahre alt. Und wie es sich für einen ordentlichen Geburtstag gehört, begann der Tag nicht mit Stress oder Terminen, sondern mit etwas viel Besserem:

Mit einem richtig guten Frühstück.

Wir fuhren zur Raststation Dokl, unweit von Gleisdorf. Wer dort einmal gefrühstückt hat, weiß: Da gibt es wirklich alles. Von herzhaft bis süß, mit allem Pipapo – und das zu einem Preis, bei dem man sich fragt, warum man eigentlich jemals woanders frühstücken sollte.

Dokl Frühstück

Wir saßen dort also, vor uns ein Tisch voller guter Sachen, und ich überreichte Charly sein erstes Geburtstagsgeschenk.

Eine leichte Daunenjacke, perfekt zum Zusammenfalten für unsere Reise nach Peru und Bolivien. Dazu bekam er eine kleine Geburtstagskarte.

Er freute sich riesig darüber.

Während wir gemütlich frühstückten, erzählte er mir etwas, das mich innerlich ziemlich zum Schmunzeln brachte.

Er sagte nämlich:

„Stell dir vor, ich habe gestern zufällig alle Geburtstagskarten von dir gefunden.“

Und dann hatte er sie alle noch einmal gelesen. Von Jahr zu Jahr.

„Die sind so schön geschrieben“, sagte er.

Kurze Pause.

Dann fügte er noch hinzu:

„Heuer hast du aber wenig geschrieben.“

Ich nickte ganz unschuldig.

Und dachte mir nur:
Warte ab.

Denn er wusste ja noch nicht, dass ihn später am Abend noch eine ganz andere Karte erwarten würde. Eine große. Eine sehr große.

Nach diesem ausgiebigen Frühstück mussten wir natürlich etwas für die Verdauung tun.

Also fuhren wir zum Stubenbergsee.

Eine Runde um den See gehört für mich zu diesen Spaziergängen, bei denen man automatisch langsamer wird. Das Wasser, die Berge rundherum, die frische Luft – plötzlich fühlt sich alles ein bisschen leichter an.

Wir gingen also gemütlich unsere Runde, plauderten, lachten und genossen einfach diesen schönen Frühlingstag.

Stubenbergsee

Nach unserer Seeumrundung machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Töchterlehof.

Dort gibt es eine Friesenzucht – diese majestätischen schwarzen Pferde, die aussehen, als würden sie gleich in einem historischen Film mitspielen.

Töchterlehof

Leider gibt es dort inzwischen keine Führungen mehr, aber ich kannte das Gestüt noch von früher und konnte Charly ein bisschen herumführen und ihm alles zeigen.

Hofburg

Natürlich durfte auch das berühmte trojanische Pferd dort nicht fehlen.

Das trojanische Pferd

Danach ging es wieder zurück nach Gleisdorf.

Charly wusste nur eines:

Am Abend gehen wir essen.

Mehr nicht.

Was er allerdings nicht wusste, war, dass der Abend noch eine kleine Überraschung bereithielt.

Wir holten nämlich unser Wohnmobil Toni und fuhren Richtung Pöllauberg.

Dort oben liegt das Retter Bio-Natur-Resort, eines der besten Häuser in unserer Region. Und genau dort hatte ich ein Sechs-Gang-Candlelight-Dinner reserviert.

Retter
Dinner
Dinner

Ein perfekter Ort für einen Geburtstag.

Rose

Beim Dessert würde dann auch sein eigentliches Geschenk auftauchen.

Dort wartete ein kleines Paket auf ihn.

Darin stand ein kleiner Mann in Badehose mit Schwimmbrille und Wasserball, der neben einer riesigen Sandburg steht. Und daneben lag ein großes A4-Kuvert.

Geschenk
A4 Billet

In diesem Kuvert steckten zwei vollgeschriebene Seiten.

Geschenk

Und darin stand, dass ich ihn für eine Woche nach Ägypten einlade – nach Marsa Alam – zum Schnorcheln.

Ein wunderschönes Hotel.
Vier-Sterne-Superior.
Direkt am Meer.

Und vor allem: Zeit miteinander.

In diesem Brief hatte ich ihm auch geschrieben, wie dankbar ich bin, dass wir uns gefunden haben. Dass ich jeden Tag genieße, neben ihm einzuschlafen und neben ihm aufzuwachen.

Und dass die letzten vier Jahre mit ihm einfach richtig schön waren.

Der restliche Abend verlief dann so, wie man sich einen guten Geburtstag vorstellt:

Ein hervorragendes Dinner.
Ein oder zwei Flaschen Grauburgunder und Muskateller…
Viele Gespräche.
Und ein ziemlich überraschter Blick beim Dessert.

Und weil eine Nacht im Hotel dort ungefähr 480 Euro kostet, machten wir es auf unsere Art.

Typisch wir.

Wir schliefen einfach im Wohnmobil auf dem Parkplatz.

Denn wenn man spät nachts schlafen geht, ist im Toni sowieso das gemütlichste Bett.

Toni vorm Retter

Und am nächsten Morgen wartete noch eine kleine Überraschung von mir:

Ein Frühstück in einer meiner Lieblingskonditoreien beim Ebner in Pöllau.

Ebner

So endete dieser Geburtstag.

Mit einem Frühstück.
Mit einem See.
Mit einer Überraschung.

Und mit der Vorfreude auf ein kleines Abenteuer am Roten Meer.

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4 Kommentare zu “Ein Geburtstag, ein See – und eine Überraschung beim Dessert”

  1. Einiges hatte mir meine Schwester bereits verraten, aber es war noch viel viel mehr. Charly ich denke, das werden dir viele leidig sein. Auf jeden Fall: das kann man nich topen,….super, super, super

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