Meine Komfortzone ist Bewegung


Man hört heute oft den Satz:

„Man muss seine Komfortzone verlassen.“

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass ich meine Komfortzone eigentlich nie verlassen habe.

Denn meine Komfortzone war immer Bewegung.

Schon früher beim Skifahren.

Später beim Reisen.

Und eigentlich im ganzen Leben.

Ich habe nie besonders lange überlegt, ob etwas möglich ist oder nicht. Wenn mich etwas interessiert hat, habe ich es einfach gemacht.

Manchmal beginnt so etwas mit einem ganz kleinen Moment.

Bei mir war das einmal eine ganz unscheinbare E-Mail.

Im April 2017 bekam ich von Miles & More eine Nachricht. Darin stand, dass ich mit meinen gesammelten Meilen ein Around-the-World-Ticket buchen könnte.

Ich habe die Mail gelesen.

Und gelöscht.

Dann bin ich schlafen gegangen.

Mitten in der Nacht bin ich wieder aufgewacht.

Ich weiß bis heute nicht genau warum.

Aber ich bin aufgestanden, habe den Computer eingeschaltet und die Mail aus dem Papierkorb wieder herausgeholt.

In diesem Moment war der Gedanke plötzlich da.

Der Virus war gesät.

In den nächsten Monaten habe ich meine Firma umstrukturiert, alles vorbereitet – und im Oktober bin ich tatsächlich losgeflogen.

Ein Jahr um die Welt.

Zumindest war das der Plan.

Nach fünfeinhalb Monaten kam Corona und ich musste früher zurück.

Aber weißt du was?

Ich habe jeden einzelnen Tag dieser Reise genossen.

Nicht, weil alles perfekt war.

Sondern weil ich genau dort war, wo ich sein wollte.

Unterwegs.

In Bewegung.

Vielleicht ist genau das der Punkt, über den ich heute manchmal nachdenke.

Komfortzone bedeutet nicht für jeden Menschen das Gleiche.

Für manche ist sie ein Ort.

Für andere eine Routine.

Und für manche – vielleicht auch für mich – ist sie einfach das Gefühl, dem eigenen Impuls zu folgen.

Nicht alles bis ins letzte Detail zu zerdenken.

Sondern manchmal einfach aufzustehen, eine E-Mail wieder aus dem Papierkorb zu holen und zu sagen:

Jetzt mache ich das.

Denn manchmal beginnt genau dort das Leben.

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