Kennst du dieses Gefühl,
wenn irgendetwas nicht ganz passt –
auch wenn es eigentlich passen sollte?
Kein klarer Gedanke.
Keine logische Erklärung.
Nur dieses leise Gefühl.
Dieses Wissen, das einfach da ist
Manchmal wissen wir Dinge,
bevor wir sie erklären können.
Der Körper reagiert.
Ein kurzer Moment von Unruhe.
Oder im Gegenteil – eine plötzliche Ruhe, die sich einfach richtig anfühlt.
Und trotzdem übergehen wir es oft.
Weil wir es nicht begründen können.
Weil es nicht „vernünftig“ wirkt.
Weil es sich nicht logisch erklären lässt.
Kopf oder Gefühl
Wir haben gelernt,
alles zu durchdenken.
Abzuwägen.
Zu analysieren.
Sicherzugehen.
Und dabei wird der Kopf immer lauter.
So laut, dass wir das,
was eigentlich schon da ist,
kaum noch hören.
Dieses leise Gefühl im Hintergrund.
Diesen einen Gedanken, der sich nicht aufdrängt,
aber trotzdem bleibt.
Der Körper weiß es oft zuerst
Es ist nicht nur der Kopf.
Auch der Körper spricht mit uns –
nur eben nicht in Worten.
Ein Ziehen im Bauch.
Ein Druck in der Brust.
Oder dieses klare, ruhige Gefühl,
wenn etwas einfach stimmt.
Wir spüren es.
Aber wir vertrauen ihm nicht.
Warum wir es verlernt haben
Vielleicht, weil wir gelernt haben,
dass Sicherheit wichtiger ist als Gefühl.
Dass Entscheidungen logisch sein müssen.
Dass man Gründe braucht.
Dass man erklären können muss, warum.
Und irgendwann hören wir auf,
uns selbst wirklich zuzuhören.
Und trotzdem ist er noch da
Der Instinkt verschwindet nicht.
Er wird nur leiser.
Er drängt sich nicht auf.
Er schreit nicht.
Er wartet.
Und manchmal meldet er sich genau dann,
wenn wir kurz still werden.
Vielleicht reicht es, wieder hinzuhören
Vielleicht geht es gar nicht darum,
immer sofort alles richtig zu machen.
Sondern darum, dieses Gefühl überhaupt wieder wahrzunehmen.
Einen Moment länger stehen zu bleiben.
Nicht sofort dagegen zu argumentieren.
Nicht sofort zu erklären, warum es vielleicht doch anders sein sollte.
Sondern einfach kurz hinzuhören.
Und vielleicht…
…war es nie weg.
Vielleicht war es die ganze Zeit da.
Dieses leise Wissen.
Dieses Gefühl, das sich nicht beweisen lässt,
aber trotzdem bleibt.
Und vielleicht ist genau das
der Teil in uns,
dem wir wieder ein bisschen mehr vertrauen dürfen.

