Nicht jeder schöne Tag muss irgendwo auf der Welt stattfinden.
Heute war Feiertag. Kein Flughafen. Keine Koffer. Kein Reiseplan am Küchentisch.
Sondern einfach ein Tag zu Hause.
Und trotzdem war es einer dieser Tage, die sich am Abend richtig gut anfühlen.
Eigentlich wollte ich schon vorige Woche unser Carportdach reinigen. Letztes Jahr haben Charly und ich das noch gemeinsam gemacht — mit Leiter raufklettern und allem drum und dran.
Aber diesmal hatte Charly irgendwie keine Lust dazu.
Und weil ich wusste, dass er wegen dem GTI-Treffen in Klagenfurt unterwegs sein wird, dachte ich mir irgendwann:
„Gut. Dann muss ich halt herausfinden, wie ich das alleine schaffe.“
Also begann ich zu suchen.
Ich stöberte im Internet und fand tatsächlich eine Teleskopbürste, die man auf sieben Meter ausziehen kann. Mit Wasseranschluss und sogar einem Behälter für Reinigungsmittel.

Und plötzlich hatte ich einen Plan.
Ich habe einfach den Wohnmobilschlauch vom Erdgeschoss hinaufgelegt, die Bürste angeschlossen und stand dann gemütlich beim Schlafzimmer- und Badfenster und reinigte mein ganzes Carportdach.


Und irgendwann mitten im Schaum und Wasser musste ich selber lachen.
Weil ich mir dachte:
„Eigentlich verrückt, dass ich das gerade wirklich mache.“

Aber genau solche Momente mag ich.
Wenn man zuerst denkt: „Das schaffe ich nie alleine.“
Und ein paar Stunden später glänzt das Dach wieder und man selber grinst zufrieden vor sich hin.
Danach ging es weiter zu Toni.
Der wollte nämlich nicht anspringen.
Also gestern die Powerbank vorbereitet, heute angeschlossen, gestartet — und danach eine Stunde mit meinem Bus durch die Gegend gefahren, damit sich die Batterie wieder aufladen kann.

Und schon nach den ersten Kilometern war dieses Gefühl wieder da.

Freiheit.
Dieses kleine Glücksgefühl, wenn man unterwegs ist. Egal ob durch Peru, Bolivien oder einfach über die österreichische Autobahn.
Toni ist eben nicht nur ein Bus.
Er ist ein Stück Leben geworden.
Und dann wartete heute noch etwas anderes auf mich.
Mein alter Firmenwagen.
Viele Jahre Arbeit. Viele Termine. Viele Begegnungen.

Morgen bringe ich ihn zum Händler nach Oberwart. Heute habe ich begonnen, langsam die Beschriftung herunterzulösen. Buchstabe für Buchstabe.

Und plötzlich merkt man, dass selbst ein Auto Erinnerungen tragen kann.
Es war kein spektakulärer Feiertag.
Aber vielleicht gerade deshalb ein schöner.
Weil ich am Abend müde bin. Zufrieden bin.
Und weil ich wieder einmal gemerkt habe, dass das Leben nicht nur aus den großen Reisen besteht.
Sondern auch aus diesen ganz normalen Tagen dazwischen.
Und irgendwie passt es vielleicht genau deshalb dazu, dass ich gestern auch noch weiter an unserem Weltreise-Ordner gearbeitet habe.

In meinem Büro. Dort, wo viele unserer Reisen beginnen.
Mit Unterteilungen. Mit Routen. Mit Ideen. Mit Ländern, die sich langsam nicht mehr nur wie Träume anfühlen.

China. Japan. Australien. Südsee. Südamerika.

Für jedes Land gibt es bereits eigene Seiten.
Und plötzlich wird aus einer Idee langsam etwas Echtes.

Wenn ich diesen Ordner anschaue, merke ich jedes Mal:
Vorfreude ist manchmal schon ein Teil der Reise.
Vielleicht beginnt eine Weltreise nicht erst am Flughafen.
Sondern schon viel früher.
Mit einem Ordner im Büro.
Und einem Herzen, das längst unterwegs ist.


2 Kommentare zu “Ein ganz normaler Feiertag. Und irgendwie doch nicht.”
SCHÖNEN GUTEN MORGEN LIEBE IRENE
ich bin ganz bei dir und das du eine Checkerin/Reisemanagerin bist das habe ich spätestens auf unserem gemeinsamen SICILY TRIPP gemerkt.
ich freue mich so für dich daß ihr zwei euch gefunden habt (Charly und du)
Und dein WOHNMOBIL da ist ja auch der Name TONI ❤️(Papa) immer dabei.
Deinen braunen Teddybär gibt es sicher auch noch.🥰
Ich bin momentan in den TIROLER BERGEN unterwegs.
und ich werde euch sicher mal auf einer euren spannenden REISEN besuchen.
Dann gehen wir einen Weg zu Dritt.
GANZ LIEBE GR0ẞE
MICHI
Liebe Michi!
ich werde unseren lustigen Trip durch Sizilien auch nie vergessen. Vor allem diese Nacht in Palermo bleibt einfach unvergesslich 😄
Wir haben so viel gelacht und erlebt – genau solche Momente bleiben für immer im Herzen.
Danke dir für deine unglaublich lieben Worte. Du bist selbst so eine herzliche, lustige und reiselustige Seele, und genau deshalb haben wir uns damals auch so gut verstanden. 🙏
Und ja … Toni fährt natürlich immer mit 😉
Der Name bedeutet mir einfach so viel.
Ich wünsche dir von Herzen weiterhin wunderschöne Reisen, viele besondere Momente in den Tiroler Bergen und vor allem Gesundheit und Freude.
Und auf ein Wiedersehen freue ich mich jetzt schon – vielleicht wirklich irgendwo auf dieser Welt 🌍✨
Alles, alles Liebe
Irene 😘