Was ist Lebensenergie eigentlich?


Menschen fragen mich oft:

„Woher nimmst du eigentlich diese Energie?“

Und ehrlich?

Ich glaube nicht, dass Lebensenergie nur etwas mit dem Körper zu tun hat.


Ich kenne Menschen, die körperlich gesund sind — und trotzdem wirken sie müde vom Leben.

Und ich kenne andere, die vielleicht gesundheitliche Probleme haben, älter sind oder nicht mehr alles können wie früher …

… und trotzdem strahlen sie etwas aus.

Eine Freude.
Eine Wärme.
Eine Begeisterung.

Etwas, das man nicht erklären kann.

Aber sofort spürt.


Vielleicht denken deshalb auch viele beim Thema Energie sofort an Ernährung, Vitamine oder Bewegung.

Und ja — natürlich gehört das auch dazu.

Ich glaube schon, dass es wichtig ist, sich zu bewegen, neugierig zu bleiben und auf sich zu achten.

Aber ich glaube trotzdem:

Die eigentliche Lebensenergie entsteht woanders.


Nämlich dort, wo Menschen noch für etwas brennen.

Wo sie sich freuen können.
Wo sie lachen.
Wo sie neugierig bleiben.
Wo sie morgens aufstehen und sich nicht nur „durch den Tag schleppen“.


Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen.

Und gerade dadurch sehe ich oft, wie schnell sich Leben verändern kann.

Manchmal erlebt man Dinge, wo man sich denkt:

„Wahnsinn. Damit hätte niemand gerechnet.“

Ein Mensch wirkt gesund — und plötzlich ist alles anders.

Vielleicht denke ich deshalb schon mein ganzes Leben so:

Dass man das Leben nicht irgendwann genießen sollte.

Sondern jetzt.


Nicht erst in der Pension.

Nicht erst „wenn mehr Zeit ist“.

Nicht erst später.

Denn niemand weiß, wie viel später überhaupt noch kommt.


Und genau deshalb konnte ich dieses berühmte:
„Dann lehne ich mich irgendwann zurück und mache nichts mehr“
nie verstehen.

Warum sollte ich?

Warum sollte man aufhören, neugierig zu sein?
Warum sollte man aufhören zu lernen?
Warum sollte man aufhören, sich für etwas zu begeistern?


Ich freue mich auf meine Pension.

Nicht weil dann „endlich nichts mehr ist“.

Sondern weil wieder etwas Neues beginnt.

Mehr Zeit für Ideen.
Für Kreativität.
Für Reisen.
Für Dinge, die mich erfüllen.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied.

Ich sehe die Pension nicht als Ende.

Sondern als neuen Abschnitt.


Viele Menschen sagen zu mir:

„Du bist immer so gut drauf.“

Oder:
„Du bist wie eine Energietankstelle.“

Und ich glaube tatsächlich, dass Menschen spüren, wenn jemand das Leben wirklich gerne lebt.

Nicht perfekt.

Nicht immer leicht.

Aber echt.


Denn Lebensenergie bedeutet für mich nicht, jeden Tag voller Euphorie durchs Leben zu springen.

Sondern innerlich lebendig zu bleiben.

Sich noch freuen zu können.
Sich begeistern zu können.
Mitdenken zu wollen.
Neugierig zu bleiben.


Vielleicht ist genau das das Wichtigste überhaupt.

Nicht, dass unser Gesicht jung bleibt.

Sondern unser Geist.

Denn alt werden wir irgendwann alle.

Aber innerlich aufhören zu leben?

Das möchte ich nie.


, ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert